Definition
CMR fasst drei der schwerwiegendsten Gefahrenkategorien im Chemikalienrecht zusammen. Ein karzinogener Stoff kann Krebs auslösen. Ein mutagener schädigt die DNA und kann vererbbare Erbgutveränderungen verursachen. Ein reproduktionstoxischer Stoff schädigt die Fruchtbarkeit oder die Entwicklung eines Kindes. Die Kategorien sind in der CLP-Verordnung definiert.
Warum es zählt
Eine CMR-Einstufung ist einer der klarsten Wege in eine strengere Regulierung. Sie ist ein Grund, einen Stoff als besonders besorgniserregenden Stoff zu identifizieren, was ihn auf die Kandidatenliste bringt. Sie kann auch eine REACH-Beschränkung auslösen, die eine Verwendung begrenzt oder ganz verbietet.
Die unter RoHS geregelten Phthalate sind CMR-Stoffe, weshalb sie in Elektro- und Elektronikgeräten strenge Konzentrationsgrenzwerte tragen.
Ein CMR-Befund bleibt selten theoretisch. Er mündet meist direkt in REACH-Maßnahmen, von der Aufnahme in die Kandidatenliste bis hin zur Beschränkung.
Hinweis: allgemeine Bildungsinformation, keine Rechtsberatung. Vor dem Verlassen darauf ist die offizielle Quelle zu prüfen.