StoffeBeschränkte Stoffe

Phthalate (DEHP, BBP, DBP, DIBP)

Vier Weichmacher, 2015 zu RoHS hinzugefügt, jeweils auf 0,1 Prozent je homogenem Werkstoff beschränkt, zudem unter REACH als besonders besorgniserregende Stoffe gelistet.

Aktualisiert
2026-06-12

Überblick

Diese vier Phthalate sind Weichmacher, die Werkstoffen zugesetzt werden, um sie weich und flexibel zu machen. Sie sind fortpflanzungsgefährdend und wirken als endokrine Disruptoren. RoHS hat sie 2015 hinzugefügt, eine Erweiterung, die oft RoHS 3 genannt wird.

CAS
DEHP 117-81-7, BBP 85-68-7, DBP 84-74-2, DIBP 84-69-5
Limit
Je 0,1 Prozent, je homogenem Werkstoff (RoHS)
Why restricted
Fortpflanzungsgefährdend und endokrin wirksam
Typical use
Weichmachen von flexiblem PVC, Klebstoffe, Beschichtungen

Wo sie beschränkt sind

Unter RoHS ist jedes von DEHP, BBP, DBP und DIBP auf 0,1 Prozent Gewichtsanteil je homogenem Werkstoff begrenzt. Sie stehen außerdem auf der REACH-Kandidatenliste als besonders besorgniserregende Stoffe und erscheinen auf den REACH-Zulassungs- und Beschränkungslisten. Siehe SVHC und die REACH-Anhänge zu diesen Mechanismen.

Typische Verwendungen

Die Hauptaufgabe dieser Phthalate ist das Weichmachen von flexiblem PVC. Sie tauchen auch in Klebstoffen und Beschichtungen auf. Der Wechsel zu anderen Weichmachern ist weit verbreitet, doch in Altbeständen und importierten Teilen bleiben sie häufig.

Kernpunkt

Da Phthalate zwischen Werkstoffen wandern und leicht zu übersehen sind, bestätigen Lieferanten sie oft über eine vollständige Materialdeklaration statt über einen einzelnen Test.

Hinweis: allgemeine Bildungsinformation, keine Rechtsberatung. Vor einer Verwendung als Entscheidungsgrundlage ist die offizielle Quelle zu prüfen.

4 Karteikarten lernen

Verwandte Einträge

RoHSplasticiserREACHSVHCendocrine disruptor