Überblick
PBT und vPvB beschreiben Stoffe danach, wie sie sich in der Umwelt verhalten, nicht anhand einer einzelnen akuten Wirkung. Ein PBT-Stoff ist persistent, baut sich also kaum ab, bioakkumulierbar, reichert sich also im Gewebe von Lebewesen an, und toxisch. Die vPvB-Kategorie legt bei den ersten beiden Eigenschaften eine noch höhere Schwelle an, verlangt aber keinen Toxizitätsnachweis, weil extreme Persistenz und Anreicherung für sich genommen besorgniserregend sind.
Persistent, bioakkumulierbar und toxisch. Alle drei Eigenschaften müssen die REACH-Kriterien erfüllen.
Sehr persistent und sehr bioakkumulierbar. Die Schwellen für Persistenz und Anreicherung sind strenger, ein gesonderter Toxizitätstest entfällt.
Warum es zählt
Diese Eigenschaften sind eine anerkannte Grundlage, um einen besonders besorgniserregenden Stoff zu identifizieren, neben CMR-Wirkungen und gleichwertiger Besorgnis wie der endokrinen Wirkung. Stoffe, die persistent sind und sich anreichern, lassen sich nach einer Freisetzung kaum wieder aus der Umwelt entfernen, weshalb Maßnahmen eher vorsorglich erfolgen.
Dieselben Eigenschaften fließen in globale Regelungen ein. Viele persistente organische Schadstoffe erhalten ihre Listung gerade deshalb, weil sie weltweit persistent und bioakkumulierbar sind.
Hinweis: Dies ist allgemeine Bildungsinformation und keine Rechtsberatung. Vor dem Verlassen darauf ist die offizielle Quelle zu prüfen.