Überblick
Halogenfrei ist eine freiwillige Spezifikation für Elektronik und keine gesetzliche Pflicht. Ein Produkt wird üblicherweise als halogenfrei bezeichnet, wenn Brom und Chlor unter vereinbarten Schwellen bleiben. Der Begriff setzt ein Ziel für die Werkstoffe in einer Platine oder einem Bauteil und findet sich am Ende in Kundenspezifikationen und Lieferantenerklärungen wieder.
Was die Schwellen bedeuten
Eine verbreitete Referenz ist IEC 61249-2-21. Sie legt Brom auf höchstens 900 ppm, Chlor auf höchstens 900 ppm und Gesamthalogene auf höchstens 1500 ppm fest. Diese Zahlen stammen aus der Norm, nicht aus dem Gesetz, sodass ein Käufer im Vertrag engere oder andere Grenzen setzen kann. Das Einhalten der Schwellen ist es, was einem Lieferanten erlaubt, Material als halogenfrei zu kennzeichnen.
Warum es wichtig ist
Der Antrieb kommt aus Bedenken über bromierte Flammschutzmittel, darunter PBDE, und die bromierten Dioxine, die sie bilden können. Kunden reagieren, indem sie halogenfreie Teile verlangen, was die Spezifikation zu einem deklarationspflichtigen Punkt macht, der durch die Lieferkette fließt.
Halogenfrei ist eine Spezifikation, kein Verbot. Die gesetzlichen Beschränkungen für einzelne bromierte Stoffe sind getrennt, sodass ein Teil halogenfrei sein kann und dennoch eigene Konformitätsprüfungen braucht.
Hinweis: allgemeine Bildungsinformation, keine Rechtsberatung. Vor dem Verlassen darauf ist die offizielle Quelle zu prüfen.