Überblick#
Südkorea führt zwei Stränge an Regeln zur Produktchemie, die oft zusammen auftreten. Der eine ist K-REACH, das allgemeine Chemikaliengesetz des Landes. Der andere ist ein RoHS-artiges Schema für Elektronik und Fahrzeuge. Sie stehen nebeneinander und dienen verschiedenen Zwecken.
K-REACH regelt Chemikalien allgemein, während Koreas RoHS-artiges Schema auf Elektronik und Fahrzeuge zielt und Stoffgrenzwerte an Recyclingpflichten knüpft.
K-REACH#
Der volle Name lautet Act on Registration and Evaluation of Chemicals. Es folgt derselben Grundlogik wie EU-REACH. Unternehmen müssen die Chemikalien registrieren, die sie herstellen oder einführen, und Gefahreninformationen liefern, damit die Behörden die Risiken bewerten können. Wer EU-REACH kennt, erkennt die Struktur wieder, auch wenn Schwellen, Fristen und Verfahren Koreas eigene sind.
Korea RoHS#
Korea betreibt zudem ein Schema im Geist von RoHS, das für Elektro- und Elektronikprodukte sowie Fahrzeuge gilt. Es begrenzt nicht nur gefährliche Stoffe. Es bezieht auch Recyclingpflichten ein, sodass Hersteller Pflichten sowohl für das haben, was in ein Produkt geht, als auch für das, was am Ende seiner Lebensdauer geschieht.