Überblick
Die F-Gase-Verordnung nimmt eine Gruppe starker Klimaschadstoffe ins Visier. Fluorierte Treibhausgase halten je freigesetzter Tonne weit mehr Wärme zurück als Kohlendioxid, daher zählt schon eine kleine Leckage. Das Gesetz drängt sie nach einem sinkenden Fahrplan aus dem Markt.
Das wichtigste Ziel ist die Familie der HFKW, der Fluorkohlenwasserstoffe, die ozonschädigende Gase in Kühlschränken, Klimaanlagen und Wärmepumpen abgelöst haben. Sie schonen die Ozonschicht, sind aber starke Treiber der Erwärmung, weshalb die EU sie nun reduziert.
Wie sie wirkt
Zwei Mechanismen leisten den Großteil der Arbeit.
Warum reduzieren statt sofort verbieten
Viele HFKW leisten nützliche Arbeit, und sichere Ersatzstoffe stehen nicht für jede Anwendung zugleich bereit. Die Quote gibt dem Markt Zeit, sich anzupassen. Mit sinkender Obergrenze werden die am stärksten erwärmenden Gase knapp und teuer, was die Industrie zu Kältemitteln mit geringerer Wirkung und natürlichen Alternativen drängt.
Das ist ein anderes Problem als der Ozonabbau, den die Ozon-Verordnung behandelt. Manche fluorierten Verbindungen fallen zudem unter die breitere Sorge um PFAS, da bestimmte F-Gase selbst per- und polyfluorierte Stoffe sind.
Hinweis: allgemeine Bildungsinformation, keine Rechtsberatung. Vor einer Verwendung sollte die offizielle Quelle geprüft werden.