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EUDR: EU-Entwaldungsverordnung

EU-Verordnung, die verlangt, dass bestimmte Rohstoffe und die daraus hergestellten Produkte, etwa Holz, Kautschuk, Soja, Palmöl, Kaffee, Kakao und Rinder, frei von jüngster Entwaldung sind, bevor sie in der EU verkauft werden dürfen, gestützt auf Sorgfaltspflichten und Geolokalisierungsdaten.

Herausgeber
Europäische Union
Aktualisiert
2026-06-12

Überblick

Die EUDR soll Produkte, die mit Waldverlust verbunden sind, vom EU-Markt fernhalten. Wurde ein Rohstoff wie Kakao oder Holz auf jüngst gerodetem Wald erzeugt, darf er in der EU nicht verkauft werden, und Unternehmen müssen nachweisen, woher er stammt.

Kernpunkt

Die Verordnung beruht auf Geolokalisierung. Marktteilnehmer müssen die genauen Koordinaten der Fläche erfassen, auf der der Rohstoff erzeugt wurde, und dann mit Sorgfaltspflichten bestätigen, dass diese Fläche nach dem Stichtag nicht entwaldet wurde.

Die erfassten Rohstoffe

Holz
Holz und viele holzbasierte Produkte
Rinder
Rindfleisch, Leder und verwandte Waren
Soja und Palmöl
Zwei der größten Treiber von Flächenrodung
Kaffee, Kakao, Kautschuk
Sowie die daraus abgeleiteten Produkte

Wie die Einhaltung funktioniert

Ein Unternehmen, das ein erfasstes Produkt in der EU in Verkehr bringt, reicht eine Sorgfaltserklärung ein. Sie verknüpft die Waren über Geolokalisierungskoordinaten mit den Flächen, von denen sie stammen, und bewertet das Risiko, dass diese Flächen jüngst entwaldet wurden. Waren, deren Entwaldungsfreiheit nicht nachgewiesen werden kann, dürfen nicht auf den Markt.

Die EUDR ist eines der gezielten Gesetze, die Sorgfaltspflichten auf einen bestimmten Schaden anwenden. Sie steht neben der breiteren CSDDD, die eine allgemeine menschenrechtliche und umweltbezogene Pflicht setzt, während die EUDR scharf auf die Entwaldung in einer festgelegten Gruppe von Rohstoffen zielt.

Hinweis: allgemeine Bildungsinformation, keine Rechtsberatung. Vor einer Verwendung ist die offizielle Quelle zu prüfen.

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