Überblick
Beim Rotterdam-Übereinkommen geht es um die informierte Wahl im Chemikalienhandel. Bevor bestimmte gefährliche Chemikalien und Pestizide eine Grenze überqueren, muss das empfangende Land wissen, was kommt, und dem zustimmen.
Die vorherige Zustimmung nach Inkenntnissetzung ist das Herz des Vertrags. Ein Einfuhrland muss Ja sagen, bevor eine gelistete Chemikalie zu ihm verschifft werden darf, sodass unerwünschte gefährliche Chemikalien nicht ohne Vorwarnung eintreffen.
Wie es funktioniert
Eine Chemikalie wird gelistet, wenn genug Länder sie aus Gesundheits- oder Umweltgründen beschränkt oder verboten haben. Ab diesem Punkt brauchen Exporte an eine Vertragspartei deren dokumentierte Zustimmung. Die EU wendet das Übereinkommen über ihre PIC-Verordnung an.
Wo es einzuordnen ist
Rotterdam ist eines von drei verknüpften globalen Instrumenten, die oft zusammen genannt werden.
Zu den verwandten Instrumenten siehe das Basler Übereinkommen und das Stockholmer Übereinkommen.
Hinweis: allgemeine Bildungsinformation, keine Rechtsberatung. Vor einer Verwendung ist die offizielle Quelle zu prüfen.