Überblick
Nickel steckt überall in moderner Hardware, von korrosionsbeständigen Beschichtungen über Edelstahl bis zu Batteriekathoden. Sein Nachteil für Konsumgüter ist biologisch. Nickel zählt zu den häufigsten Ursachen allergischer Kontaktdermatitis, daher konzentrieren sich die Regeln weniger darauf, wie viel vorhanden ist, als darauf, wie viel auf die Haut gelangt.
Wo es beschränkt ist
REACH Anhang XVII verfolgt bei Nickel einen ungewöhnlichen Ansatz. Statt den Gesamtgehalt zu begrenzen, beschränkt er die Rate, mit der Nickel aus Erzeugnissen bei längerem Hautkontakt freigesetzt werden darf. Schmuck, Uhrenarmbänder, Verschlüsse und Brillengestelle fallen alle unter diesen Freisetzungsgrenzwert.
Diese freisetzungsbasierte Kontrolle spiegelt die Gefahr wider. Das Problem ist der wiederholte Hautkontakt mit freien Nickelionen, nicht das in einer Legierung gebundene Nickel.
Typische Verwendungen
Nickelbeschichtung widersteht Korrosion und verleiht eine glänzende Oberfläche. Nickel ist ein wichtiges Legierungselement in Edelstahl und in Superlegierungen für Hochtemperaturteile. In wiederaufladbaren Batterien sitzt es in der Kathode von Nickel-Metallhydrid- und vielen Lithium-Ionen-Zellen. In Automobil-Lieferketten wird es über Listen wie die GADSL als deklarationspflichtiger Stoff verfolgt.
Bei der Nickel-Regel geht es um Migration, nicht um den Gesamtgehalt. Ein Edelstahlteil kann viel Nickel enthalten und trotzdem bestehen, solange es bei längerem Hautkontakt nicht mehr als die zulässige Menge freisetzt.
Hinweis: Allgemeine Bildungsinformation, keine Rechtsberatung. Vor der Nutzung stets die offizielle Quelle prüfen.