Überblick
Glimmer (Mica) ist eine Gruppe natürlich abgebauter Silikatmineralien, die wegen ihrer Hitzebeständigkeit und elektrischen Isolierung geschätzt werden. Er findet sich in Elektronik und elektrischer Isolierung, Farben und Beschichtungen, Kunststoffen und Kosmetik.
Anders als die meisten Stoffe in dieser Wissensdatenbank wirft Glimmer keine Frage nach einem Grenzwert auf. Sein Compliance-Aspekt ist, wo und wie er beschafft wird, nicht, was er im Produkt bewirkt.
Der Compliance-Aspekt: verantwortungsvolle Beschaffung
Das Bedenken bei Glimmer ist nicht die Toxizität, sondern die verantwortungsvolle Beschaffung. Ein Teil des Glimmers wird unter Bedingungen abgebaut, die mit Kinderarbeit und menschenrechtlichen Risiken verbunden sind. Aus diesem Grund wird Glimmer, neben Cobalt, vom Extended Minerals Reporting Template (EMRT) erfasst, das von der Responsible Minerals Initiative gepflegt wird.
Glimmer ist eine Beschaffungsfrage, keine Chemiefrage. Die Pflicht besteht darin, zu wissen, woher er stammt und unter welchen Bedingungen, nachverfolgt durch die Lieferkette, und nicht darin, ihn im fertigen Produkt unter einem Schwellenwert zu halten.
Wie er sich von anderen regulierten Stoffen unterscheidet
Das macht Glimmer in zweierlei Hinsicht anders. Er gehört nicht zu den 3TG-Konfliktmineralien, die eine eigene Vorlage verwenden (das CMRT), und er ist kein nach RoHS oder REACH beschränkter Stoff, bei dem ein Grenzwert das Bedenken ist. Bei Glimmer lautet die Frage, wo und wie er beschafft wird, nachverfolgt über Schmelzhütten, Raffinerien und Verarbeiter, statt als Gehalt im Produkt gemessen zu werden.
Hinweis: Dies ist eine allgemeine Bildungsinformation des Pareo-Teams, keine Rechtsberatung. Vor einer Verwendung ist die amtliche Quelle zu prüfen.