Überblick
Chlorparaffine sind chlorierte Kohlenstoffketten, die als Flammschutzmittel und Weichmacher dienen. Sie tauchen in Metallbearbeitungsflüssigkeiten, Dichtstoffen, Farben und Gummi auf. Das regulatorische Bild teilt sich nach Kettenlänge. Die kurzkettigen Typen tragen die strengsten Kontrollen, die mittelkettigen liegen einen Schritt dahinter.
Kurzkettig gegenüber mittelkettig
Kohlenstoffketten von C10 bis C13, CAS 85535-84-8. Diese sind persistente organische Schadstoffe unter dem Stockholmer Übereinkommen und der EU-POP-Verordnung und zugleich ein besonders besorgniserregender Stoff.
Kohlenstoffketten von C14 bis C17, CAS 85535-85-9. Diese stehen auf der REACH-Kandidatenliste, was Meldepflichten bringt, aber noch kein generelles Verbot.
Typische Verwendungen
Die Hauptaufgaben sind Flammschutz und Weichmachung. Metallbearbeitungsflüssigkeiten nutzen sie als Hochdruckadditive, und sie machen Kunststoffe, Gummi und Dichtstoffe geschmeidig. Mit der Beschränkung der kurzkettigen Variante verlagerte sich ein großer Teil des Markts hin zu mittelkettigen und längeren Produkten.
Die Kettenlänge entscheidet über die Regel. Ein als Chlorparaffin spezifiziertes Produkt sollte angeben, ob es kurz- oder mittelkettig ist, denn die Pflichten unterscheiden sich deutlich.
Hinweis: allgemeine Bildungsinformation, keine Rechtsberatung. Vor der Nutzung die offizielle Quelle prüfen.