Überblick
Blei ist ein weiches, dichtes Schwermetall, das in Elektronik und Industrie seit sehr langer Zeit verwendet wird. Es ist fortpflanzungsgefährdend und schädigt das Nervensystem, und es reichert sich in Lebewesen und in der Umwelt an. Deshalb ist sein Einsatz in Produkten streng kontrolliert.
Wo es beschränkt ist
Unter RoHS ist Blei auf 0,1 Prozent Gewichtsanteil in jedem homogenen Werkstoff begrenzt. Die Richtlinie enthält viele Ausnahmen, sodass manche Verwendungen weiterhin zulässig sind, solange kein brauchbarer Ersatz existiert. Beispiele sind bestimmte Lote und die bleihaltige Messinglegierung CuZn39Pb3. Die aktuelle Liste findet sich in der Referenz RoHS-Ausnahmen.
Blei ist außerdem in Fahrzeugen über ELV beschränkt, und sowohl Blei als auch eine lange Liste von Bleiverbindungen stehen auf der REACH-Kandidatenliste als besonders besorgniserregende Stoffe. Siehe SVHC, was dieser Status bedeutet.
Typische Verwendungen
Blei findet sich in Loten, in verschiedenen Legierungen, in Batterien, in einigen Glas- und Keramikrezepturen sowie als Stabilisator in PVC. Viele dieser Anwendungen sind auf Ersatzstoffe umgestiegen, doch Altbestände und ausgenommene Verwendungen bestehen fort.
Der Grenzwert von 0,1 Prozent gilt je homogenem Werkstoff, nicht für das gesamte Produkt. Ein kleines bleihaltiges Teil kann eine sonst konforme Baugruppe über die Grenze bringen.
Hinweis: allgemeine Bildungsinformation, keine Rechtsberatung. Vor der Nutzung die offizielle Quelle prüfen.